Going global…Der Energiemarkt und seine Akteure

In den letzten Ausgaben unseres Blogs haben wir einige wichtige Themen durchgekaut. Insbesondere zur Wasserstoff-Brennstoffzelle, sowie zu den G20. Warum reden wir immernoch von Laufzeiten von Kohlekraftwerken und Arbeitsplätzen in der Automobilbranche, wenn wir doch wissen, dass wir ohne Lösung auf lange Sicht alle tot sind?

Was macht der Lobbyismus mit der Energie?
Bestimmt kennt jeder von uns die eine oder andere Geschichte vom Einfluss der Lobbygruppen. Sei es, dass Manager drohen Arbeitsplätze ab zu bauen, dass Bauern Stroh und Mist vor die Büros der EU Vertreter in Brüssel kippen oder Fischer sich gegen Fangquoten wehren. Ebenfalls viele dürften die Geschichten von Politikern kennen, welche dem Bürger zwar das Ohr leihen, aber dann tun was ‚Lobbyisten‘ ihnen sagen. Um zu verstehen was genau da passiert lohnt es sich ein wenig allgemeiner zu werden und einmal zu vergleichen, wer wo Einfluss auf wen hat.
Was ist eine Lobby?
Eine Lobby ist ersteinmal nur eine einflussreiche Gruppe, bzw. eine eineflussreiche Gruppe, die durch Vertretungen Einfluss übt. Somit sind sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber-Vertreter Lobbygruppen. Selbst Parteien sind im Endeffekt Lobbygruppen. Lobbyismus ist dann die Tätigkeit dieser. Denn sie versuchen die Interessen derer die sie vertreten im politischen System, d.h. bei den Entscheidungsträgern einer Gesellschaft, gehör zu verschaffen.

Lobbyismus im Energiemarkt…zu viele Tänzer auf nur einer Party?
In der Wirtschaftswissenschaft wird häufig von Märkten gesprochen. Ein Markt ist hier nicht wirklich der Dorfplatz mit einem Blumen, Gemüse udn Fischsstand. Vielmehr ist ein Markt ein imaginärer Raum wo Angebot und Nachfrage, Bedarf und Bedienung des Bedarfs, vertreten durch viele einzelne Akteure miteinander um den Preis wettstreiten. Der Preis entsteht durch das Vorhandensein der benötigten Ressourcen, der Transportkosten und der Anzahl an Akteuren die an dem Handel der Ressource Teilnehmen wollen. Mehr Bedarf sorgt natürlich dafür, dass die jenigen die im Besitz der Ressource sind gegen entsprechendes Geld mehr davon zur Verfügung stellen wollen. Und der Energiebedarf der Menscheit steigt. Industrie, Transport, selbst das Speichern von Energie in Batterien erfordert, dass diese Energie zuerst freigesetzt wird. Dies Geschieht in Kraftwerken.
Nun gibt es viele verschiedene Versionen dieser Kraftrwerke. Die Technologie hat sich je nach Grundstoff, Zugang zu demselben und auch nach Ideologien und Monopolen von Anbietern entwickelt.
Beispiel Deutschland: Es gibt ein Netz, welches von vier großen Energieunternehmen betrieben wird. Diese Vier sind außerdem die größten Energieproduzenten, d.h. sie sind im Besitz der Kraftwerke welches Energie einspeisen. Diese Vier (und die wenigen anderen, unabhängigen) benötigen Rohstoffe zum Betrieb ihrer Kraftwerke. Dies kann Wind im Falle von Windenergie sein, dies kann aber auch Kohle sein, z.B. gefördert durch die Firma Rheinbraun. Inzwischen gehört der ehemalige Kohleförderer zu RWE und ist somit sowohl Kohleförderer als auch Verstromer.

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