Die Wasserstoff-Brennstoffzelle als Energiebrücke?…

Eine Zukunft für die Brennstoffzelle Teil 2

Die Zukunft der Brennstoffzelle endete letztes Mal in einem Cliffhanger. Jetzt wollen wir einigen Fragen, die sich mit dem Thema Brennstoffzelle und ihrem unerwarteten Auftauchen in Teil 1 beschäftigten, auf den Grund gehen. Zum Beispiel: Wie sieht es mit der Wasserstoff-Brennstoffzelle in Deutschland aus? Und: Warum findet man so eine Broschüre auf einem Popkultur-Event?

In der Ausgabe zum Wochenende vom 3. und 4. Mai 2019 schrieb die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel „Neue Quelle“ einen Artikel über die Zukunft der Brennstoffzelle in Bezug auf die Versorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme. Der Artikel leitet mit dem bekannten Thema der Brennstoffzelle als Variante für die Mobilität ein, zitiert dann aber recht schnell den Entwickler für Brennstoffzellen bei Mercedes, Christian Mordieck. Dieser betont die Vorliebe der Brennstoffzelle für einen regelmäßigen Betrieb, d.h. wenig Start-Stopp und ohne stressige ‚Kaltstarts‘ oder Sprints. Tatsächlich scheint die Technik geeignet zu sein, um Gebäude mit Wasserstoff-Heizungen oder Stromanlagen nachzurüsten.

Zwei Grundgedanken sind dabei die Autarkie, also die Selbstversorgung von Gebäuden, als auch die Grundsicherung. Autarkie ist vor allem für öffentliche Gebäude wichtig, gerade hinsichtlich der Notstromversorgung von Krankenhäusern, welche bisher durch Dieselgeneratoren garantiert wird. Aber auch Wohngebäude, die bisher nicht ans Netz angeschlossen wurden, oder mit Heizölanlagen heizen, können stark von einer Umrüstung profitieren. Der Artikel nennt einen Hersteller, welcher für seine Geräte eine Mindestlaufzeit von 80.000 Betriebsstunden garantiert.
Der zweite Gedanke, die Grundversorgung, geht in eine etwas andere Richtung. Hier geht es hauptsächlich darum die Frage zu klären, wie man die zu erwartenden Versorgungsschwankungen bei einem Netzbetrieb ausbalancieren kann, der von Sonne und Wind abhängig ist. Die Brennstoffzelle kann hierbei helfen, den über die direkte Versorgung durch erneuerbare Energien hinausgehenden Strombedarf zu decken; ohne das Hoch- und Herunterfahren von Kohlekraftwerken. In Deutschland scheint die Wasserstoff-Brennstoffzelle an dem Aufbau einer Zukunft mit erneuerbaren Energien beteiligt zu sein! Wie in Teil 1 dieses Beitrags zu lesen war, tut sich nicht nur in Asien etwas.

Apropos Asien, apropos Grundversorgung.
Warum werden hier in Deutschland auf einem Event wie dem ‚Japantag‘ solche Flyer verteilt? Noch dazu ein Event, welches dieses asiatische Land eher mit Popkultur, leckerem Essen und Feuerwerk in Verbindung bringt?
Am gleichen Stand von dem auch der erste Flyer stammte, wurde noch eine weitere Broschüre verteilt. In dieser Broschüre stellt sich ein Forschungsinstitut namens FREA vor. Der Name FREA besteht aus zwei Abkürzungen. Zum einen: Fukushima Renewable Energy Institute, was FRE- bildet, und zum anderen AIST. AIST steht für National Institute of Advanced Industrial Science and Technology. Zweiteres hat FREA 2014 etabliert und dem Forschungsstandort der Präfektur Fukushima angegliedert. Dieser Standort umfasst mehrere Teams, die gemeinsam das Ziel von Forschung und Entwicklung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien verfolgen.

Nach eigener Aussage beschäftigt sich FREA dabei nicht ausschließlich mit der speziellen Situation Nord-Ost Japans, sondern will ein internationaler Knotenpunkt sein, der aktiv die Kooperation zwischen Universitäten, Instituten und Forschern fördert, um überregionale Lösungsansätze für das globale Problem der Klimaveränderung zu finden. Daraus resultiert natürlich ein gewisses Sendebewusstsein.

Nun muss man wissen, dass der Japantag in Düsseldorf mehr ist als eine öffentliche Veranstaltung zwischen zwei befreundeten Ländern. Der Japantag ist Teil der sogenannten Deutsch-Japanischen Wirtschaftswoche. Viele Unternehmen in Deutschland und Japan unterhalten intensive Handelsbeziehungen. Diese haben seit dem Abschluss des EU-Japan Freihandelsabkommens an Relevanz zugenommen, wodurch alljährlich in der Stadt Düsseldorf diese Wirtschaftswoche veranstaltet wird. An ihrem Ende wird mit dem Kultur-Event ‚Japantag‘ abschließend gefeiert.
Und so kommen auch die Flyer und Broschüren von Instituten wie FREA unter das Volk; schließlich sind wir alle durch das Thema der erneuerbaren Energien miteinander verbunden. Fast schon wie durch eine…Energiebrücke.

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